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Das kleinste Café der Welt befindet sich seit dem 29.07.16 in Mönchevahlberg, Schulstraße 5!

 

Mönchevahlberg. Mit ihrem winzigen „Café (T) Asse“ direkt an der Straße in Mönchevahlberg, hat Bärbel Brackmann vielleicht eine kleine Sensation geschaffen. Nicht nur, dass sie für einen Anlaufpunkt für ihre Mitmenschen sorgt, sie hat damit wahrscheinlich auch das kleinste Café Europas in Betrieb. 

„Bei uns ist Gemütlichkeit vorprogrammiert“, sagen Bärbel und Uwe Brackmann und blicken sich in dem winzigen Café um. Ein Tisch mit drei Stühlen, wenn man zusammenrückt passen auch vier Personen dran, eine kleine Theke, ein Mini-Waschbecken und ein kleiner Kühlschrank füllen den Raum raus. Auch draußen können noch einige Gäste sitzen. „Früher habe ich ja das Eulenspiegel-Café in Schöppenstedt geführt. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich das aber aufgeben. Aber ganz ohne backen kann ich einfach nicht“, erzählt Bärbel Brackmann. Und so entstand die Idee zum Mini-Café im eigenen Haus. Hier bietet Bärbel Brackmann ihre Kuchen und Kaffee an, auch außer Haus. Vorerst möchte sie nur in den Sommer- und Herbstmonaten öffnen und auch nur an den Wochenenden. „Wenn es gut läuft mit dem Außerhaus-Verkauf, würde ich auch im Winter öffnen“, sagt sie.

Eintrag ins Guinnesbuch der Rekorde

Dass sie das wohl kleinste Café Europas geschaffen hat, erfuhr Bärbel Brackmann durch Zufall. In einem TV-Beitrag wurde über das kleinste Café Deutschlands berichtet. Das ist gerade einmal 8,75 Quadratmeter groß. „Also bin ich mit einem Zollstock hier runter und habe ausgemessen. Unser Cafe ist 8,41 Quadratmeter groß. Die Recherche hat dann ergeben, dass es in ganz Europa kein kleineres Café gibt“, freut sich Uwe Brackmann. Nun wurde der Antrag auf den Guinnesbuch-Eintrag gestellt. Das Ergebnis steht aber noch aus. Die Guinnes-Redaktion wird den Antrag nun prüfen und zu Besuch kommen. „Wir dürfen uns bis dahin also das wahrscheinlich kleinste Café Europas nennen“, so die stolze Inhaberin.

 

Mehr zum CafeTAsse unter dem folgenden Link:

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Das-vielleicht-kleinste-Cafe-Europas-steht-an-der-Asse,cafe248.html

oder

http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/804858/ist-niedersaechsisches-mini-cafe-das-kleinste-cafe-der-welt?utm_source=Email&utm_medium=Link&utm_campaign=Artikel_teilen

Stand: 25.11.2016 13:23 Uhr

Das vielleicht kleinste Café Europas steht an der Asse

von Tino Nowitzki

Eigentlich hätte Bärbel Brackmann auch selbst darauf kommen können - wenn sie die Kanne Kaffee an den kleinen Holztisch bringt, auf dem gerade ein paar Tassen und Teller Platz haben. Und wo drei Gäste zusammengerückt in der Ecke sitzen. Immer auf die Gefahr, durch eine unachtsame Armbewegung die Bilder an der Wand herunterzureißen. Klar war Bärbel Brackmann bewusst, hier in Mönchevahlberg an der Asse schon ein ziemlich kleines Café zu haben. Dass es das kleinste seiner Art in ganz Europa sein könnte, hat sie aber erst durch das Fernsehen bemerkt. Damit das auch ganz sicher und schwarz auf weiß ist, hat sie gehandelt und einen Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde beantragt. Nicht aus Geltungssucht. Sondern um Menschen von überall zusammenzubringen, wie sie sagt. In ihrem etwas über acht Quadratmeter großen "Café T-Asse".

"Café T-Asse": Klein aber gemütlich

25.11.2016 07:00 Uhr Autor/in: Tino Nowitzki

In Mönchevahlberg (Landkreis Wolfenbüttel) gibt es ein Café auf acht Quadratmetern. Die Gäste des "Café T-Asse" erzählen, was ihnen so gut am Mini-Café gefällt.

Schuld war das Fernsehen

Dazu kam es eigentlich nur, weil Bärbel Brackmann und ihr Mann Uwe zufällig eine TV-Sendung über das angeblich kleinste Café Europas sehen. In Amberg solle das stehen, mit 8,75 Quadratmetern Fläche. Die Brackmanns kriegen das Schmunzeln. "Viel größer ist unseres doch auch nicht", entfährt es Uwe Brackmann. Mit einem Zollstock bewaffnet geht er in den kleinen Anbau ihres Hauses an der Mönchevahlberger Hauptstraße. Erst im Sommer hatte seine Frau hier ihr Mini-Café eingerichtet. "Das gibt's nicht", ruft Uwe Brackmann und tippt es noch einmal in den Taschenrechner. Tatsächlich: 8,41 Quadratmeter. Was nun? Heimlich freuen und zur Tagesordnung übergehen? Bärbel Brackmann fackelt nicht lange: "Schau doch mal nach, wie das mit dem Guinnessbuch so geht", ermuntert sie ihren Mann.

Bärbel Brackmann fasst sich ein Herz

Ein paar Tage und unzählige Klicks später geht die E-Mail raus an das Büro des Guinnessbuchs. Seit ein paar Wochen warten die Brackmanns nun auf Antwort. Dabei war das mit dem Café eigentlich ganz anders gedacht: Als beschauliches Stübchen nämlich, in dem Bärbel Brackmann ihrer Leidenschaft nachgehen kann. Ein Café hat sie früher schon gehabt - viel größer als dieses und in dem einwohnerstärkeren Ort Schöppenstedt. Dann wurde die 61-Jährige krank und es ging nicht mehr. Richtig zufrieden war sie ohne Café aber nie. Im Sommer dieses Jahres, als es ihr wieder besser geht, beschließt sie, neu anzufangen. Ganz klein, im eigenen Wohnhaus. Ermuntert haben sie nicht nur Freunde und Nachbarn: "Immer wieder haben Radfahrer oder Autos gehalten und etwas zu trinken gewollt", sagt Bärbel Brackmann. Alles nur, weil sie in ihrem Haus vor Jahren mal einen Kiosk hatte. Sie fasst sich ein Herz.

Auf einen Kaffee mit dem Ordnungsamt

Ein paar Umbauten später ist ihr Mini-Café-Traum fertig: Mit Theke, Kaffeemaschine, einem Schrank für Kuchen und dem kleinen Gäste-Tisch mit drei Stühlen. Klar, dass so etwas auch ordentlich und höchst offiziell abgenommen werden muss: Das Ordnungsamt klingelt. Das Bauaufsichtsamt auch. Und alle staunen nicht schlecht: "Die wunderten sich, dass hier nur drei Sitzplätze sind", sagt Bärbel Brackmann, "aber die fanden das sofort gemütlich." Der ein oder andere Beamte bleibt dann auch gleich auf einen Kaffee da. Auf den ist die Mönchevahlbergerin sowieso besonders stolz: frisch aufgebrüht, in einer ganz normalen Kaffeemaschine. Auch die Mischung ist speziell. Was genau drin ist, verrät Bärbel Brackmann aber niemandem. Dafür bringt sie ihn den Gästen persönlich an den Platz. Eine zusätzliche Kellnerin würde bei einem Meter Laufweg aber auch wenig Sinn machen.

Die Versuchung der Mokka-Torte

Die meisten Gäste im "Café T-Asse" sind bekannte Gesichter: Freunde und Nachbarn oder Bekannte aus dem 200-Einwohner-Ort. "Die finden es gut hier im Dorf endlich mal etwas zum Hinsetzen und Kaffeetrinken zu haben", sagt Bärbel Brackmann. Zu eng finde es hier keiner. Im Gegenteil: "Man muss doch nicht immer so weitläufig auseinander sitzen", sagt zum Beispiel Nachbarin Birgit Dowhanycz. Dass es auch noch hausgebackene Kuchen und Torten gibt, sei dabei auch nicht zu verachten: Schokoladenkuchen, Mokka-Torte, Schwarzwälder Kirsch. Das hat sich auch schon herum gesprochen: Sogar aus Salzgitter kommen Menschen her und holen sich Backwerk ab. Und auch der Ortsbürgermeister des Dorfs hat sich schon ein paar Stücken geholt und den Brackmanns gleich einen riesen Gefallen getan: Weil jeder Schankbetrieb mindestens zwei Parkplätze vorhalten muss und es am "Café T-Asse" keinen Platz dafür gibt, hat er ein Schild aufstellen lassen: Parken am Vereinsheim. Auch sonst ist hier vieles anders als in den großen Stadt-Cafés: Die Geschäftskasse ist ein kleines Leder-Portemonnaie und die Spülmaschine: Bärbel Brackmanns Mann Uwe.

Die Welt im Mini-Café

So richtige Privatsphäre gibt es hier auch nicht: Von ihrer Theke aus könnte Bärbel Brackmann auch das leiseste Flüstern ihrer Gäste hören. "Aber dann kommen die eben auch viel mehr mit mir ins Gespräch", sagt die Café-Besitzerin. Ob der Eintrag in das Guinnessbuch wirklich kommt, dass wissen die Brackmanns nicht. "Eigentlich müsste demnächst einer von denen hier raus kommen und nachmessen", sagt Uwe Brackmann. Aufgeregt seien sie deswegen aber nicht wirklich. In den nächsten Monaten hat das "Café T-Asse" sowieso geschlossen und alles läuft etwas gemächlicher ab. Im März, wenn Bärbel Brackmann wieder aufmacht, da will sie auch ein paar Tische auf dem Hof aufstellen. Einfluss auf den Guinessbuch-Eintrag habe das nicht, den dabei zählt nur die Fläche der Innenräume. Ob sie dann auch ein paar ausländische Gäste erwartet, die von einem möglichen Eintrag angelockt werden? "Vielleicht", sagt Bärbel Brackmann und schmunzelt, "es wäre doch toll, wenn die große Welt hier in meinem kleinen Café zusammen kommt."

 

 

"WOhrtmaler !"

Autoren & Künstlerstammtisch im kleinsten Café der Welt in Mönchevahlberg, Schulstr. 5

 

 

Die Gruppe "Wortmaler" trifft sich am 19.05. ab 14:00 Uhr zur nächsten Sitzung im Mönchevahlberger "CaféTAsse"